Es ist die Nutzung, Dummkopf – Apple iPad mini

von

Es gibt Apple-Produkte, die kauft man einfach, um sie zu haben. Andere hingegen, weil sie sich im Alltag bewähren, ja teils alternativlos sind. Das iPad mini vereint leider beide Qualitäten miteinander.

Über den Sinn von Tablets muss man eigentlich nicht diskutieren. Sie haben sich als Kreativtool ihren festen Platz in vielen Arbeitsumfeldern erobert und sind zudem zum Medienkonsum abseits eines großen TV-Bildschirms weitestgehend unschlagbar. Dass Apple ein Großteil dieses Marktes gehört, sei den Kaliforniern gegönnt, schließlich ist die Kombination aus App-Angebot. Design und leistungsfähiger Hardware einfach unschlagbar. Doch welche Berechtigung hat angesichts kontinuierlich wachsender Displaygrößen bei Smartphones eigentlich ein iPad mini? 8,3 Zoll Bildschirm übersetzen sich in gut 21 cm Bilddiagonale. Beim iPhone 13 Pro max sind es 6,7 Zoll, mithin 17 cm und somit nur 4 cm weniger. Zum Glück reden wir jedoch von Fläche, von „Screen Real Estate“, wie man in den USA so gerne sagt. Da kommt ein 13 max auf etwa 100 cm2, ein iPad mini auf gut 205 cm2, also mal eben das Doppelte. Im Vergleich zu kleineren Smartphones ist der Faktor damit noch größer. Und das ist entscheidend für die Nutzung. Auf einem Smartphone „kann“ man sich Inhalte ansehen, auf einem Tablet bereitet es Vergnügen.

„Auf einem Smartphone „kann“ man sich Inhalte ansehen, auf einem Tablet bereitet es Vergnügen“

Es ist die Nutzung, Dummkopf

Vielleicht lesen Sie dieses Magazin gerade auf einem iPad. Dann wird Ihnen auffallen, dass die Darstellung einer Seite ganz gut gelingt. Man hat den Überblick, wenn man es im Querformat hält, sogar über eine Doppelseite. Mit einem Fingertipp zoomt man sich die favorisierte Textpassage heran und auch wieder zurück.

 

Oder reden wir von Arbeit: Alleine die Vorstellung, sich eine Excel-Tabelle auf einem Smartphone anschauen zu müssen, sorgt für tränende Augen. Ein Dokument bearbeiten? Kein Vergnügen. Auf dem iPad mini geht das. Klar, auf den größeren Modellen sogar noch besser, doch die haben nicht den Mitnehm-Faktor, denn das mini hat man einfach dabei. Im Rucksack oder einer Tasche sowieso, aber es passt eben auch mal in die Innentasche der Jacke oder des Jacketts, und das ist der entscheidende Vorteil.

Das beste iPad ist das, das man dabeihat

Als über die Qualitäten von Smartphone-Kameras diskutiert wurde, fiel irgendwann der Satz: „Die beste Kamera ist die, die man dabeihat“. Genau das gilt auch für das iPad mini. Die größeren Varianten hat man nicht dabei, man nimmt sie mit voller Absicht mit. Oder eben auch nicht. Aus Platz, vor allem aber aus Gewichtsgründen. Das iPad mini wiegt zarte 297 Gramm. Drei Tafeln Schokolade also. Das normale iPad liegt schon bei rund 500 Gramm, ebenso das kleine Pro mit 11 Zoll Diagonale. Beide passen in keine Jackentasche mehr.

 

„Die Pflicht erledigt man auf dem iPhone, die Kür auf dem iPad mini„

 

Wer hingegen das iPad mini nutzt, kann bewusst das Smartphone eine Nummer kleiner wählen. Ein normales 13er oder gar das iPhone 13 mini reichen dann völlig für den kommunikativen Alltag aus. Die Pflicht erledigt man auf dem iPhone, die Kür auf dem iPad mini.

Reden wir über Leistung

Früher bekamen die iPads die abgelegten Prozessoren der iPhones. So wie Kindermal die Klamotten ihrer großen Geschwister auftragen mussten. Das iPad mini hat mal einfach so den flutschneuen A15 bekommen, der auch im iPhone 13 steckt. Hätte Apple nicht mittlerweile die genialen M1-Chips in den Notebooks, wäre das eine echte Konkurrenz. Außerdem mit an Bord: 5G. Das heißt, ab mit der Multi-SIM in das iPad mini mit Cellular und nie wieder nach WLAN suchen oder mit dem iPhone „tethern“. So geht Produktivität.

 

Fazit

Haben wir was vergessen? Ach ja, Kritik. Die Kamera im iPad mini ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei, wenn man sieht, was Apple sonst so zaubert. Aber ehrlich gesagt, haben wir diese so gut wie nie genutzt. Nicht mal, als sie im iPad Pro zusammen mit dem Lidar-Sensor daherkam und für AR getaugt hat. Auf dem iPad konsumieren wir, obwohl man leistungsmäßig wahrscheinlich durchaus einen preisverdächtigen Film darauf produzieren könnte. Preislich beginnt der Spaß bei 549 Euro und endet bei knapp 900 Euro.

 

iPad mini

Tablet mit 8,3 Zoll (21 cm) Bildschirmdiagonale, 64 oder 256 GB Speicher, optional mit 5G

 Ab 549 Euro

www.apple.de

 

Startseite » Hardware » Es ist die Nutzung, Dummkopf – Apple iPad mini

Lies NWM auf Readly

Anzeige
No Code – Programmieren ohne Vorkenntnisse

No Code – Programmieren ohne Vorkenntnisse

Noch dominieren die Software-Tools der großen Anbieter den Markt der Geschäftsanwendungen, doch No Code und Low Code Plattformen, die das Erstellen individueller Lösungen ohne Programmierkenntnisse ermöglichen, könnten das ändern.In jeder Branche gibt es den Bedarf...

Mails and more – E-Mail und andere Marketingtools

Mails and more – E-Mail und andere Marketingtools

Der direkte Kontakt zum Kunden ist immer noch die Königsdisziplin, denn im Gegensatz zur Kommunikation über Social Media gewinnt man so wertvolle Daten und ist nicht auf Mittler angewiesen. Darum sind E-Mails auch 2022 noch das Tool der Wahl. Doch vor allem, wenn es...

Schluckt schön Schall – Raumakustiklösungen von Echojazz

Schluckt schön Schall – Raumakustiklösungen von Echojazz

Neben dem eigentlichen Arbeitsplatz und der Beleuchtung hat die Raumakustik einen großen Anteil am „Wohlfühlfaktor“ des Arbeitsplatzes. Echojazz aus der Schweiz hat eine ganze Reihe spannender Lösungen, die den akustischen Gewinn mit zusätzlichen Funktionen...

HIGHLIGHTS