Licht als Motivator

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Kaum etwas beeinflusst unseren Arbeitsalltag so sehr wie Licht. Optimal abgestimmt, fördert es Sehkomfort und Konzentration. Eine gute Beleuchtung motiviert uns unterbewusst und schafft eine angenehme Office-Atmosphäre.

Es wirkt besser als die erste Tasse Kaffee im Büro: Gutes Licht macht müde Mitarbeiter munter. Studien besagen sogar, dass eine optimale Beleuchtung dazu beitragen kann, die Produktivität um bis zu 23 Prozent zu steigern. Dazu bedienen sich moderne Lichtkonzepte bei Mutter Natur: Während kühlweißes Licht morgens belebt, wirkt warmweißer Schein abends entspannend.

Human Centric Lighting (HCL) nennt die Fachwelt die biologisch wirksame Beleuchtung. Fürs Büro umgesetzt heißt das laut der Brancheninitiative licht.de: Für den Frischekick am Morgen braucht es kühle Lichtfarben und hohe Beleuchtungsstärken. Die holen den Mitarbeiter auch aus seinem Müdigkeitstief nach der Mittagspause. Beleuchtungsstärken von 500 Lux und mehr unterstützen die Konzentrationsfähigkeit sowohl im Büro, als auch im Home office. „Bei anspruchsvolleren Sehaufgaben dürfen es auch gern 750 Lux sein“, rät Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer von licht.de.

Arbeitslicht individuell anpassen

Und nicht nur dann punktet eine hohe Beleuchtungsstärke: Schon vom 30. Lebensjahr an beginnt die Sehkraft nachzulassen. Gut, wenn das Arbeitslicht darauf eingerichtet ist. „Ideal sind dimmbare Lösungen, mit denen die Beleuchtungsstärke gemäß den individuellen Bedürfnissen eingestellt werden kann“, sagt der Fachmann. Damit Farben natürlich wiedergegeben werden, liegt die Farbwiedergabe der Lichtquellen am besten bei 80 Ra oder höher. Nicht nur Architekten, Grafiker und Designer wissen das zu schätzen. Der Farbwiedergabeindex von Tageslicht liegt übrigens bei 100 Ra.

Am besten simuliert die Beleuchtung im Office das Sonnenlicht je nach Tages- und Jahreszeit. Den Job übernehmen digitale Lichtmanagementsysteme. Mit Hilfe von Sensoren, die wesentliche Faktoren wie Tageslichtniveau oder die Zahl der anwesenden Mitarbeiter überwachen, steuern sie die Beleuchtung ergonomisch. Und neben dem Wohlbefinden und der Leistungsfähigkeit der Mannschaft kommt das auch der Umwelt und dem Budget zugute: Laut der Brancheninitiative können Lichtsteuerung, effiziente Lichtquellen und intelligente Sensorik im Zusammenspiel zwischen 55 und 80 Prozent Energie und Stromkosten einsparen.

Smartes Licht im Home office

Auch im Home office werden Schalter bald obsolet: Das Lichtmanagement übernehmen hier smarte Lampen oder gleich die Hausautomation. Bus-Systeme bündeln die Smart Home-Technologie längst komfortabel. Kabellose Übertragungstechnologien, die neben der Regelung über LAN auch das drahtlose Steuern von Leuchten, Fensterrollläden und mehr über das hauseigene WLAN ermöglichen, lassen sich auch nachträglich integrieren.

„Für beste Arbeitsbedingungen im Home Office sorgt eine Beleuchtung, die sich an den Lichtlösungen professioneller Büros orientiert“, sagt Dr. Jürgen Waldorf. Sie ermöglicht störungsfreies Sehen, fördert Sehleistung und Sehkomfort. Der licht.de-Geschäftsführer weiter: „Wichtig ist, dass Licht – sowohl künstliches als auch Tageslicht – nicht blendet und auf Oberflächen wie dem Schreibtisch oder Computerbildschirm störende Reflexe erzeugt.“ Mit modernen Beleuchtungssystemen und Jalousien lässt sich der Lichteinfall entsprechend regulieren.

Eine Grundbeleuchtung erhellt das ganze Zimmer und sorgt dafür, dass die Kontraste zwischen Arbeitsplatz und Umgebung nicht zu hoch sind. Denn sonst müssten sich die Augen laufend auf unterschiedliche Helligkeiten einstellen. „Empfehlenswert und schnell einsatzbereit sind Pendel- oder Stehleuchten, die ihr Licht gleichzeitig direkt auf die Arbeitsfläche und indirekt in den Raum abgeben“, so der Experte.

Schreibtisch blend- und reflexionsfrei erhellen

Den Schreibtisch erhellt auch eine lineare Hängelampe direkt über der Arbeitsfläche bestens. Zusätzliche Tischleuchten erweitern die Möglichkeit, die benötigten Beleuchtungsstärken ganz nach eigenem Bedarf anzupassen. Idealerweise lässt sich die Schreibtischlampe dimmen. Ihr Licht sollte hell, blend- und reflexionsfrei sein. Dreh- und schwenkbare Modelle erfüllen diese Aufgaben am besten. Rechtshänder platzieren ihre Tischlampe links vom Schreibtisch, Linkshänder genau andersherum, um einen störenden Schattenwurf durch die Hände zu vermeiden.

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